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LebensWelt gGmbH
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Neu erschienen: PerspektivenVielfalt - eine Evaluation der interkulturellen Familienhilfe

 

persp gr buchIm Jahr 2010/2011 wurde die interkulturelle Familienhilfe bei LebensWelt extern evaluiert.


Familien mit Migrationshintergrund werden zwar mittlerweile von der sozialpädagogischen Familienhilfe besser erreicht, als dies noch vor Jahren der Fall war. Allerdings werden in allen bisher vorliegenden Untersuchungen zur sozialpädagogischen Familienhilfe die Dimensionen von Interkulturalität und Migrationshintergrund fast vollständig ausgeblendet.

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Eine Patenschaft: Olivia und Jennifer Horn

frhorn olivia 151 klSeit über sechs Monaten unternehmen Olivia und Jennifer Horn im Rahmen der interkulturellen Familienpatenschaften von LebensWelt sonntags etwas gemeinsam. Jennifer Horn ist berufstätig und daher passt es ihr am Wochenende sehr gut. Auch den Eltern von Olivia freuten sich sehr, denn ihre Tochter sollte die Möglichkeit bekommen, mehr deutsch zu reden.

Olivia spricht nun besser deutsch als vorher und sagt selbst: „Ich lerne eine Sprache mehr, das ist toll – mit meinen Eltern spreche ich immer polnisch.“

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Wöchentlicher Elterntreff im Märkischen Viertel

Im Rahmen des Angebots Interkulturelle Familienpatenschaften bildete sich ein Elterntreff im Bezirk Märkisches Viertel.


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Gründung von LebensWelt

Im Jahr 1999 übertrug das damalige Landesjugendamt Berlin (nun: Senatsverwaltung) den Bereich der Hilfen zur Erziehung an freie Träger. 
Im Zuge dieser Entwicklungen wurde auch LebensWelt GbR 1999 (seit 2001 als gGmbH) von Ali Özsoy und Mehmet Asci als interkultureller Träger der Jugendhilfe gegründet. 


Der erste Standort war 1999 Charlottenburg, als zweiter Standort kam Reinickendorf, anschließend Kreuzberg und schließlich Neukölln und Mitte hinzu. Bis jetzt ist LebensWelt an diesen fünf Standorten in Berlin vertreten. Sozialpädagogische Familienhilfe ist seit dieser Zeit das Kerngeschäft von LebensWelt gGmbH.
Im Jahr 2002 wurde das Institut für Beratung und Fortbildung gegründet, um passgenaue, maßgeschneiderte interkulturelle Fortbildung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu realisieren und um die Kontinuität dieser Fortbildungen zu gewährleisten. Ausgangsgedanke für LebensWelt dabei ist, dass eine andauernde fachliche Qualifizierung und Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erforderlich ist, um den Anforderungen des Arbeitsfeldes gerecht zu werden. Seit 2008 wurde das Institut in der Organisationsform einer Abteilung bei LebensWelt weitergeführt. Seit Februar 2012 ist der Bildungsbereich bei LebensWelt durch die Gründung und Zertifizierung des Institus für Bildung weiter professionalisiert. Es werden nun auch Umschulungen und berufliche Nachqualifizierungen angegeboten.

Seit 2003 ist LebensWelt gGmbH Interkulturelle Jugendhilfe TÜV zertifiziert (nach DIN EN ISO 9001:2008). Die Sicherung und systematische Entwicklung der Organisationsstruktur aufgrund der Herausforderungen des schnellen Wachstums des Trägers waren für diese Entscheidung maßgeblich.
Die Entwicklung des mit der Zertifizierung zusammenhängenden Dokumentations- und Evaluationssystems - Monitoring der Hilfen in den Familien - bietet die Möglichkeit, Hilfen auch auf ihren Wirkungsgrad hin zu reflektieren.

2004 wurden die ersten Kindertagesstätten bei LebensWelt gegründet. Seit 2005 sind insgesamt 6 Kindertagesstätten unter dem Dach von LebensWelt gGmbH organisiert, zwei darunter in Familienzentren.

Der Name LebensWelt und der interkulturelle Ansatz lebensweltorientierter Hilfen

Der Name LebensWelt geht zurück auf das Konzept der Lebensweltorientierten Sozialpädagogik (Thiersch) und dessen soziologische und philosophische Vorläufer (z.B. Husserl und Schütz).
Lebensweltorientierung bedeutet, in Abkehr von klassischen – medizinisch geprägten – Hilfeformen, die individuellen sozialen Probleme der Betroffenen in deren Alltag in den Blick zu nehmen sowie den Selbstdeutungen und Problembewältigungsversuchen der Betroffenen mit Respekt und Takt, aber auch mit wohlwollend-kritischer Konfrontation im Zielhorizont eines „gelingenderen Alltags“ zu begegnen. Solchermaßen verstandene und strukturierte „lebensweltorientierte“ Hilfe ist zunächst in die sozialen Strukturen auf personaler/lokaler Ebene eingebettet, mischt sich aber auch – in gleichsam anwaltlicher Funktion für die betroffenen Menschen – in die sozialpolitische Gestaltung der sozialen Probleme mit bedingenden gesellschaftlichen Rahmenverhältnissen ein.

LebensWelt gGmbH wurde von Anfang an als interkultureller Träger aufgestellt, der auf allen Ebenen der Organisation – von der Mitarbeiterzusammensetzung bis zur Führungsebene – den interkulturellen Ansatz widerspiegelt. LebensWelt ist keine Migrantenorganisation, die sich für die Interessen einer bestimmten Ethnie in Berlin engagiert, sondern ein interkultureller Träger, der mit seinen interkulturellen Kompetenzen die Bedürfnisse, Interessen und kulturellen Besonderheiten seiner Adressaten unterschiedlicher Herkunftssprache versteht und sozialpädagogisch umsetzt.

 

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